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Oskar von Forckenbeck – Deutschlands erster Zeitungssammler

Der 1822 geborene Oskar von Forckenbeck studierte in Göttingen und Heidelberg Jura, bevor er in Rheine 1852 Bürgermeister wurde. Diese ungeliebte Tätigkeit konnte er 1861 aufgeben und von nun an seinen Neigungen entsprechend Privatgelehrter, Sammler und Reisender sein. Möglich wurde dies durch die Heirat mit der begüterten Maria Packenius aus Wassenberg im Mai 1860. Seine Leidenschaft für das Sammeln von Zeitungen soll er bei einer Niederlandreise in den Grachten von Groningen 1854 über das Betrachten einer Zeitung auf dem Schiffsboden entdeckt haben.

In früheren Zeiten bediente man sich der Folter. Heutzutage bedient man sich der Presse. Das ist gewiß ein Fortschritt.

Oscar Wilde

Oskar von Forckenbeck war Gründer des ersten deutschen Zeitungsmuseums in Aachen, dessen Exponate aus allen Kontinenten die weltweit größte Sammlung von Erst-, Jubiläums- und Schlussausgaben der internationalen Presse darstellt. Er trug die Exponate mit großer Akribie während mehrerer Weltreisen zusammen. Die erste Auswahl präsentierte er im Februar 1886 im damaligen Suermondt-Museum. Am 1.4.1889 kam die erste Ausgabe der von Forckenbeck und dem Journalisten Max Schlesinger herausgegebenen Zeitschrift »Das Zeitungsmuseum« auf den Markt.

Nach dem Tode Oscar von Forckenbecks am 29. Juli 1898 vermachte seine Frau die 80.000 Zeitungen und 1.500 Bücher umfassende Sammlung mit von ihm selbst noch verfassten, exakten vertraglichen Auflagen der Stadt Aachen.

Ein Museum der