Die Entstehung der Sammlung ist Oskar von Forckenbeck zu verdanken. Bis zu seinem Tod 1898 trug er mit seiner leidenschaftlichen Sammeltätigkeit und etlichen Ankäufen thematischer Sammlungen nahezu 80.000 Blätter zusammen. Für ihn besaß die Zeitung einen hohen kulturhistorischen Wert. Auf Grund ihrer Bedeutung als Quelle für spätere Generationen sollte sie unbedingt aufbewahrt werden.
Er entwickelte ein aus drei Abteilungen bestehendes Prinzip für seine exemplarische Zeitungssammlung die geographische Abteilung: von jeder Zeitung auf der Welt mindestens ein Exemplar die statistische Abteilung: Erst-, Letzt- und Jubiläumsausgaben die historische Abteilung: weltweit bedeutsame Ereignisse.
Mit seiner methodischen Vorgehensweise gelang es Oskar von Forckenbeck, die Entwicklung des deutschsprachigen Pressewesens im 19. Jahrhundert zu belegen. Mit seiner zeitungswissenschaftlichen Tätigkeit arbeitete er beharrlich auf sein Ziel hin: Das erste Zeitungsmuseum in Deutschland. Doch erst nach seinem Tod, als das Zeitungsmuseum der Stadt Aachen in der Pontstraße 13 im Mai 1931 eröffnet wurde, wurde seine Sammlung für jedermann zugänglich. Auf der Grundlage der von Forckenbeck'schen Sammlung und Methodik baute der Zeitungswissenschaftler Wilhelm Hermanns dieses von der Fachwelt geschätzte Museum auf.
Durch weitere Schenkungen und die intensive Sammeltätigkeit aller Nachfolgenden ist der Zeitungsbestand des Museums bis heute auf die stattliche Anzahl von rund 200.000 Exemplaren angewachsen.

